Laser-Europameisterschaft: Philipp Buhl glänzt mit Platz 4

Die olympischen Lasersegler haben sich mit einem herausragenden Ergebnis bei der Europameisterschaft vor Tallinn in die Weltspitze zurückgemeldet. Der erst 20 Jahre alte Philipp Buhl aus Sonthofen verpasste zwar am Finaltag seine erste Medaille im olympischen Feld der Laserklasse knapp, glänzte aber mit Platz 4 unter 148 Teilnehmer. Der Lübecker Simon Grotelüschen erkämpfte sich nach Rang acht im letzten Rennen Platz sieben.

„Ich bin sehr beeindruckt“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, „die Lasersegler hatten in dieser Saison immer wieder gute Einzelergebnisse, aber es fehlte noch an Konstanz. Jetzt haben sie ihr Können erstmals durchgehend gezeigt – ein Superergebnis, zu dem wir insbesondere Philipp, aber auch Simon herzlich gratulieren.“

Buhl hatte seine im Durchschnitt zehn Jahre älteren erfahreneren Konkurrenten mit drei Tagessiegen und zwei zweiten Plätzen in den insgesamt zwölf Wettfahrten geschockt. „Nach dem ersten Sieg ist bei mir der Knoten geplatzt“, sagte der Steuermann vom Segelclub Alpsee Immenstadt, „das war eine große Serie.“ Der verpassten Medaille trauert das Talent nicht nach: „Das darf ich doch gar nicht! Ich bin wirklich überglücklich und zufrieden.“

Pech hatte am Finaltag Malte Kamrath, drittes As im Laser-Ärmel des Deutschen Segler-Verbandes (DSV). Über weite Teile der Serie in den Top 12 platziert, wurde der 24-jährige Steuermann vom Berliner Verein Seglerhaus am Wannsee im vorletzten Rennen nach einer Wegerechtsverletzung im Startgewühl disqualifiziert und erhielt im letzten Rennen wegen Wriggens seine zweite gelbe Flagge und musste erneut die Segel streichen.

„Insgesamt macht das Ergebnis des Trios Buhl, Grotelüschen und Kamrath viel Hoffnung für die nahe Zukunft“, sagt Nadine Stegenwalner, „die Gruppe hat den Winter über hart trainiert. Ihre Leistungssteigerung bestätigt das Konzept der Konzentration, belohnt die harte Arbeit von Trainer Thomas Piesker und seinem Team am Olympiastützpunkt (TOS) in Kiel, die endlich Früchte trägt.“

Im Schatten der deutschen Männer kamen die Laser-Radial-Seglerinnen bei dieser Europameisterschaft nicht wie erhofft in Fahrt. Als beste DSV-Starterin belegte Franziska Goltz Platz 25.

www.dsv.org


Veröffentlicht: 13. Juni 2010

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