Johannes Polgar und Markus Koy gewinnen Starboot-EM

Sie wollen feiern wie sie gesegelt sind: mit Vollgas! Johannes Polgar und Markus Koy haben im italienischen Viareggio die Starboot-Europameisterschaft gewonnen. Mit eindrucksvoller Dominanz deklassierten sie mehr als ein Dutzend Olympiasieger und Weltmeister in der Rekordflotte von 132 Startern. Mit insgesamt nur 32 Punkten und einer herausragenden Serie (1-2-6-21-2-32.5) verteidigten die Norddeutschen ihre am ersten Tag mit einem Wettfahrtsieg ersegelte Führung bis zum Schlusstag der Leichtwindserie ungefährdet. Silber sicherten sich die Amerikaner Andrew Campbell/Brad Nichol punktgleich vor den Kanadiern Richard Clarke und Taylor Bjorn (43 Punkte).

„Mir fehlen fast die Worte“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner (Hamburg), „diese Leistung ist einfach nur beeindruckend, fast schon genial, insbesondere in einem so großen Feld. Ich freue mich riesig für die beiden und habe im Namen des DSV auch schon persönlich gratuliert.“

Johannes Polgar sagte nach dem Zieldurchgang: „Wir sind hier gesegelt, als hätten wir eine Art Schutzschild um uns herum. Auch im letzten Rennen hat alles perfekt geklappt. Wir wussten, dass uns nur noch die Amerikaner gefährden können, sind sensationell gestartet und haben uns dann auf die Deckung der Amerikaner konzentriert und sie in die Wicken gesegelt.“

Die DSV-A-Kadersegler, die vom Heinz-Nixdorf-Verein gefördert werden, ließen sich am Samstagabend in Viareggio feiern: Den Reigen der Gratulanten eröffnete der Lübecker Johannes Barbendererde, der Polgar und Koy mit einer sprühenden Champagnerflasche begrüßte.

Für den im sauerländischen Wenden geborenen 32 Jahre alten Polgar Polgar ist es nach eineinhalb Jahrzehnten in der Katamaranklasse Tornado und zwei Jahren im Starboot der erste große Titel seiner Karriere. „Das ist einfach nur Wahnsinn“, sagte der Steuermann im Freudentaumel. Sein 35 Jahre alter Vorschoter Markus Koy hatte die Starboot-Europameisterschaft bereits 2008 mit seinem ehemaligen Berliner Steuermann Robert Stanjek gewonnen.

Die Lübecker Johannes Barbendererde und Timo Jacobs (98 Punkte) segelten auf Platz 16, die Berliner Brüder Robert und Philipp Stanjek auf Platz 28. Die WM-Vierten Alexander Schlonski und Frithjof Kleen mussten mit Platz 30 zufrieden sein. „Schade, ohne die Frühstarts unserer Mannschaftskameraden hätten wir hier drei Teams in die Top Ten gebracht“, sagte Polgar, „das zeigt die aktuelle Stärke der gesamten Mannschaft.”
www.dsv.org


Veröffentlicht: 15. Juni 2010

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