Vom königlichen Vergnügen zum Breitensport

Am Donnerstag, dem 6. Mai 2010, um 19.00 Uhr, werden auf Deck 2 des historischen Kaispeichers B (Koreastraße 1) Hamburger Segler als erste die neue Abteilung in Augenschein nehmen. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Prof. Peter Tamm moderiert Segel-Experte Christoph Schumann den Abend. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Jochen Wiegandt. Unter den Teilnehmern Olympiasieger Jörg Diesch sowie der Ehrenbürger der Stadt Kiel und Ehrenmitglied des Deutschen Segler Verbandes Otto Schlenzka.

Prof. Peter Tamm: „Segeln lehrt das „Wir“ und nicht das „Ich“. Nicht nur gutes Material, seemännisches Können und Geschick gehören zum Segeln, sondern vor allem das miteinander Wirken der ganzen Mannschaft. Nirgendwo sonst lernt man Kameradschaft und die Abhängigkeit vom Nebenmann besser als auf einem Segelboot, möglichst bei schwerem Wetter.“
Dass man mit einem Segler nicht nur Fracht transportieren oder Seeschlachten ausfechten sondern auch Spaß haben konnte, entdeckten als erste die Holländer. Bereits im Jahr 1595 ließ die Admiralität in Rotterdam eine Yacht bauen – womit der Aufstieg des Segelsports begann. Die Welle der Segelbegeisterung schwappte 1855 an deutsche Küsten: Eine studentische Vereinigung gründete den ersten deutschen Club, den „Segelclub Rhe“ in Königsberg. Heute sind es an allen Küsten zehntausende von Seglern, die dem weißen Sport auf dem Wasser nachgehen.

Dann ging es Schlag auf Schlag: Ab 1800 wurden in England regelmäßig große Segelveranstaltung durchgeführt, ab 1894 lud man auch zur „Kieler Woche“ ein und 1900 wurden die ersten olympischen Segelwettbewerbe in Paris veranstaltet.
Ein herausragendes Exponat in der Ausstellung ist das Modell der Kaiseryacht „Meteor“, die 1914 als Fünfte diesen Namen trug. Das besondere an diesem Boot ist, dass es von einem Crewmitglied der „Meteor“ selbst gebaut wurde. Diese Geschichte wurde bei einer Restaurierung des Bootes auf einem kleinen Zettel entdeckt, der im Rumpf des Bootes verborgen war.

Internationales Maritimes Museum Hamburg
www.imm-hamburg.de


Veröffentlicht: 3. Mai 2010

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