Neues aus den Kieler Sporthäfen
Schilksee: Nachdem - endlich - im Zuge der Generalsanierung des Sportzentrums Schilksee das Dach (Terrasse des „Luzifer“) repariert worden ist, erstrahlt die darunter liegende Sanitäranlage, auch Dank des Architekten Hintz aus Schönkirchen im neuen Glanz. Herr Hintz hat schon mehrere Sanitäranlagen für die Sporthafen Kiel GmbH gebaut bzw. saniert. Es handelt sich um einen Komplettneubau innerhalb der alten Olympia-anlage. Nichts ist von der alten Anlage geblieben. Damit sind die Sanierungsarbeiten im Olympiahafen Schilksee nach 13 Jahren weitgehend abgeschlossen. Hier hat allein die Gesellschaft der Segel- und Motorbootvereine, die Sporthafen Kiel GmbH, über drei Millionen Euro aufgewandt.
In den Sporthäfen der Sporthafen Kiel GmbH gab es durch Eis, Frost und Hochwasser erhebliche Schäden an den Steganlagen und Unterfahr-schutzanlagen. Das erforderte einen umfangreichen Austausch von Holzbohlen. Allein in Schilksee ist dafür ein erheblicher fünfstelliger Betrag in die Hand genommen worden. Das Unglaublichste war, dass sich bei Hochwasser eine Aluminium-Steganlage auf einer Höhe von 1,65 Meter über NN verhakt hatte. Das Gleiche war bei der Sporthafenanlage an der Blücherbrücke der Fall. Mit allem hat die Sporthafen Kiel GmbH gerechnet, aber nicht damit.
Stickenhörn: Der Kontrollgang zu Saisonbeginn hatte ergeben, dass eine 6 Tonnen schwere Stahlbetonplatte der Spundwand gebrochen ist. Eine so schwere Platte ist nicht einfach im Wasserbereich herauszuheben und es liegen auch keine neuen am Lager. Es musste eine Platte angefertigt werden, die mit einem Schwerlasttransport über Land und per Schiff nach Kiel befördert und mit einem Kran rechtzeitig zum Saisonbeginn eingesetzt wurde. Glücklicherweise ohne Blessuren.
Der Einbau neuer Wasserleitungen war erforderlich. Selbstverständlich sind sie gleich so ausgelegt worden, dass sie die hohen Auflagen der Trinkwasser-Verordnung erfüllen.
Wik: Die Komplettsanierung des Sporthafens Wik ist eines der ehrgeizigsten Projekte, das jetzt verwirklicht worden ist.
Mit dem Neuaufbau sämtlicher Stege, mit einem Volumen von circa 450.000 Euro hat sich die Sporthafen Kiel GmbH ein Denkmal gesetzt. Ein Denkmal schon deshalb, weil es – soweit bekannt – der erste Sporthafen in Deutschland ist, dessen Stege komplett mit den absolut rutschfesten GFK-Gitterrosten belegt worden sind und weil die Sporthafen Kiel GmbH die Baumaßnahme komplett allein finanziert, ohne Zuschüsse der Landeshauptstadt Kiel oder des Landes !
Düsternbrook: Der alte Olympiahafen von 1936 ist in diesem Winter besonders gebeutelt worden. Eis, Schnee, Frost und schwere Stürme haben dem Hafen erheblich zugesetzt. Noch liegen nicht alle Rechnungen vor, aber die Sporthafen Kiel GmbH rechnet mit weit über 100.000 Euro.
Der schwere Sturm im Januar hat besonders die Spundwand im sogenannten Millionenbecken in Düsternbrook arg gebeutelt. Aber nicht nur dort. Bei einigen Platten sind aufgrund des bekannten Konstruktionsmangels durch das Hin- und Herschlagen der Platten deren Kanten abgebrochen. Eine Platte wurde sogar komplett zerschlagen. Das sofortige Handeln und der gute Zufall, dass das schwere Gerät des Wasserbauunternehmens „Ostseedienst GmbH“ aus Kappeln in der Wik lag und nach Düsternbrook verholt werden konnte, hat Schlimmeres verhindert. Insgesamt mussten in fünf Spundwandfeldern die schweren Betonplatten demontiert und gesichert werden. Auch die übrigen Felder wurden durch zusätzliche Bewährungen (Haltewinkel) gesichert und sobald die Temperaturen auf dem jetzigen Niveau stabil bleiben, werden die Hohlräume noch mit Beton verpresst.
Der Belag auf dem Spundwandsteg im Becken IV war derartig angegriffen, dass er im großen Stil hätte repariert werden müssen. Eine Reparatur war wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, weshalb sofort eine Sanierung geplant worden ist. Der alte Bohlenbelag konnte frühzeitig abgerissen und die neuen Streckbalken aufgebaut werden. Aufgrund der Witterung (vereiste Unterkonstruktion) war der Aufbau des mittlerweile bewährten GFK-Gitterrostes sehr mühsam. Von daher muss man den bauausführenden Unternehmen ein Kompliment machen, dass der Steg rechtzeitig zum Saisonbeginn saniert wurde. Jetzt ist er gefahrlos zu begehen und die Schiffe können daran festgemachen.
Die ersten Eigner, die dort ihre Schiffe festgemacht haben sind begeistert von der Verbesserung ihrer Anlage; lange genug haben sie ja auch gewartet.
Veröffentlicht: 23. April 2010





