Anlegen in Kiel
Schlechte Stimmung herrschte Anfang der 90er-Jahre unter Seglern und Motorbootfahrern in Kiel. Seit Jahren war man nicht mehr mit dem öffentlichen Betreiber der Sporthäfen zufrieden: Die Stadt erhob fleißig Liegebühren für die etwa 2.200 Liegeplätze, aber die notwendigen Investitionen blieben aus. Die Folge: Die Yachthäfen an der Kieler Förde verkamen allmählich.
In ihrer Not gründeten Segler- und Motorbootfahrer aus 22 Vereinen Mitte der 90er-Jahre die Sporthafen Kiel GmbH und pachteten 1997 von der Stadt die folgenden Häfen: den Olympiahafen Schilksee, die Sporthäfen Stickenhörn, Düsternbrook, Wik, Blücherbrücke, Reventlou und Seeburg sowie die Marinas von Wellingdorf und Dietrichsdorf. Ziel der Gesellschaft ist es, mit den Einnahmen aus Liegegeldern und Dienstleistungen unmittelbar und ausschließlich die Verbesserung und den Ausbau von Infrastruktur und Service in den jeweiligen Sporthäfen zu finanzieren.
Das Konzept ist aufgegangen. Wassersportler sowie die Landeshauptstadt sind sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Frank Engler, der Geschäftsführer der Sporthafen Kiel GmbH bringt es auf den Punkt: „Als privates Unternehmen sind wir nicht an die starren öffentlichen Ausschreibungsregeln gebunden. Aufgrund unseres eigenen Know-hows vergeben wir einzelne Gewerke und beauftragen diejenigen Unternehmen, die ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten. Außerdem können wir schnell und flexibel im Rahmen unserer Budgets entscheiden. Bei öffentlichen Haushaltsansätzen ist das alles viel schwieriger.“
Für Interessenten sei angemerkt, der Wasserliegeplatz kostet im Sommer (15. März bis 14. November) 36,00 Euro pro Quadratmeter, der Landliegeplatz 19,50 Euro pro Quadratmeter. Hierfür werden die tatsächlichen Bootsmaße (maximale Länge x maximale Breite) zugrunde gelegt. Anträge für Liegeplätze zur Sommersaison müssen bis zum 31. Januar eingereicht werden und die für den Winter bis zum 15. November. Die Formulare sind auf der Internetseite der Sporthafen Kiel GmbH abrufbar.
Gastliegeplätze werden ausschließlich von den Hafenmeistern vergeben und kosten zwischen 6,00 Euro pro Tag für ein Boot bis zu 6 Metern Länge und 60,00 Euro am Tag bei einer Yacht über 28 Metern Länge. Winterliegeplätze kosten im Freilager (Schilksee, Wik, Wellingdorf, Dietrichsdorf) 9,00 Euro pro Quadratmeter, Wasserliegeplätze sind im Winter (Stickenhörn, Düsternbrook, Wellingdorf) für 15,50 Euro pro Quadratmeter zu haben. In Schilksee stehen auch Hallenplätze zur Verfügung, die 40,00 Euro pro Quadratmeter kosten.
Sporthafen Kiel GmbH
Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel, Telefon +49-431-5795960, Fax +49-431-57959697, Mail info@sporthafen-kiel.de, www.sporthafen-kiel.de
Veröffentlicht: 26. November 2009





